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Entwicklung nach dem zweiten Weltkrieg 1945 – 1956

Während bisher die Bevölkerung hauptsächlich in Korntal und Weilimdorf zugenommen hatte, brachte der Zustrom von Flüchtlingen, die Ansiedlung von Industrie und der Bau neuer Wohnsiedlungen nach dem zweiten Weltkrieg auch im übrigen Strohgäu ein starkes Anwachsen der Einwohnerzahlen und des Wasserverbrauchs. Die Gruppe musste sich neue Wasserbezugsmöglichkeiten sichern und ihre Anlagen erweitern und verbessern.

 

1946:

Verstärkung der Leitung DN 90 von der Hauptleitung zum Pumpwerk Hemminger Wald in DN 150.

 

1948:

Einbau von Drucksteigerungspumpen im Ortsnetz von Korntal.

 

1949:

Anschluss des Ortsteils Kallenberg der Gemeinde Münchingen an den Stuttgarter Behälter Neuwirtshaus durch eine Leitung DN 200.

 

1949/50:

Die Suche nach zusätzlichem Wasser führte zur Grabung eines 10 m tiefen Brunnens im Strudelbachtal. Dieser Brunnen, der 1 m Durchmesser hat und mit Betonschachtringen ausgebaut ist, brachte bei einem Pumpversuch 22 l/s Wasser. Die Nutzung des neuen Tiefbrunnens war nur durch den Einbau von zwei Unterwassermotorpumpen möglich, die in einen weiteren Saugschacht fördern. Die Leistungsfähigkeit des Wasserwerks wurde außerdem durch die Installation einer zweiten elektrischen Kreiselpumpe mit 15 l/s Förderleistung und eines Notstrom-Diesel-Aggregats verbessert.

 

1950/51:

Leitungsbauten der TWS zur besseren Versorgung von Weilimdorf. Erhöhung des Bezugsrechts für Münchingen auf 1000 m³/d (11,6 l/s).

 

1953:

Drucksteigerungspumpe im Einsteighaus des Behälters Heimerdingen zur Förderung in Richtung Hemmingen und das östliche Verbandsgebiet.

 

1954 bis 1957:

Umbau des Wasserwerks Strudelbachtal:

Umstellung auf Elektrobetrieb, Einbau einer neuen Chlorgasanlage anstelle der alten Entkeimungsvorrichtung, Abbruch der Haldenwaldmühle und der Turbinenanlage, Bau eines Gerätehauses.

 

13.7.1955:

Beitritt zum Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung mit einer Anmeldequote von 4 l/s (346 m³/d).

 

23.12.1956: Aus dem Gemeindeverband wird ein Zweckverband

Die seit dem Gründungsjahr 1907 geltende Verbandssatzung wird auf Grund der sich geänderten Verhältnisse durch eine neue Satzung ersetzt.

 

Aus dem Gemeindeverband wird nach der Genehmigung der neuen Satzung durch das Regierungspräsidium mit Wirkung vom 23.12.1956 der Zweckverband Strohgäu-Wasserversorgung.

 

 

Weitere Bezugsrechte beim ZV Landeswasserversorgung und Beitritt zum ZV Bodenseewasser


Der stetig steigende Wasserbedarf der Verbandsmitglieder machte eine umfassende und zukunftssichere Wasserdarbietung immer dringender.

Eine Erhöhung der Wasserförderung durch das verbandseigene Wasserwerk im Strudelbachtal war nicht möglich, da hier die Kapazitätsgrenzen erreicht waren.

Ein weiterer Ausbau kam aus technischen aber auch wirtschaftlichen Gründen nicht in Frage. Auch stand dem ein geringer Sicherheitsfaktor entgegen.

Man entschloss sich daher zusätzliche Bezugsrechte beim ZV Landeswasserversorgung einzukaufen. Da diese nicht mehr in ausreichendem Umfang zur Verfügung standen, erfolgte als sicherste und wirtschaftlichste Lösung noch der Beitritt zu dem im Jahr 1954 gegründeten Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung.

 

28.6.1957:

Erhöhung der Bezugsrechte bei der Landeswasserversorgung nach Fertigstellung des Egauwasserwerks:

Dauerbezugsrecht 320.000 m³/a (10,15 l/s)

Mindestabnahmeverpflichtung 226.000 m³/a (7,0 l/s)

Tageshöchstbezugsrecht 1000 m³/d (11,6 l/s)

 

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